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Bücher, an die ich mich nicht mehr erinnern kann… oder will

Es gibt Bücher, die habe ich gekauft, gelesen, ins Regal gestellt und vergessen. Weil ich die Geschichte 0 8 15 fand, oder weil sie einfach in der Flut meiner jugendlichen Lesesucht untergegangen sind. Über Weihnachten und den Jahreswechsel bin ich mal wieder bei meinen Eltern Zuhause und habe das Bücherregal in meinem alten Zimmer durchsucht. Dabei sind mir einige Romane unter gekommen, die völlig aus meinem Gedächtnis verschwunden waren. Und fällt euch auch auf, dass auf jedem Cover ein Closeup eines weiblichen Gesichts zu sehen ist?


Die dunklen Mächte: Schattenstunde

Ich heiße Chloe Saunders, und mein Leben wird nie mehr so sein, wie es einmal war. Ich wollte nie etwas Besonderes sein, sondern mich mit Freunden treffen und Jungs kennenlernen. Doch heute weiß ich nicht einmal mehr, was das ist, normal sein. Alles begann an dem Tag, an dem ich meinen ersten Geist sah – und er mich …

Ich weiß gar nicht, warum ich mich kaum noch an dieses Buch erinnern kann… ich glaube, ich fand es damals sogar ganz gut. Aber anscheinend nicht gut genug, um den zweiten Teil zu lesen oder mich an den Inhalt zu erinnern. Sonderlich außergewöhnlich war die Story aber auch nicht. Ein haufen übermenschlich begabter Teenager erleben Abenteuer. ^^


Schattenschwingen

Seit langem ist Mila von Samuel, dem besten Freund ihres älteren Bruders Rufus, fasziniert. Bannte sie zuerst nur seine ungewöhnliche Ausstrahlung, so kommt kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag eine ganz andere Art der Verzauberung hinzu: Mila verliebt sich in Sam. Und er scheint ihre Gefühle zu erwidern. Doch gerade als sich die beiden näherkommen, passiert etwas Schreckliches. Sam verschwindet und Rufus, der in jener Nacht mit seinem Freund zusammengewesen war, kann sich nur schemenhaft erinnern. Ist Sam von der Klippe gestürzt?

Während alle anderen vom Tod des Jungen überzeugt sind, glaubt Mila, dass Sam noch lebt. Und tatsächlich: An ihrem Geburtstag steht er wieder vor ihr – doch er ist nicht mehr der, der er einmal war. Sam ist eine Schattenschwinge geworden, ein engelsgleiches Wesen – und nur aus Liebe zu Mila ist er in die Welt der Menschen zurückgekehrt …

Auf Schattenschwingen hatten ich und eine Freundin uns schon riesig gefreut. Und wir wurden bitter enttäuscht. Irgendwie war das ganze Buch ziemlich lahm und nicht wirklich fesselnd. Auch auf den zweiten Band dieser Reihe habe ich verzichtet.


Alera: Geliebter Feind

Während Misstrauen und Rivalität zwei Königreiche in einen Krieg treiben, muss sich Prinzessin Alera entscheiden – für ihr Land, für ihre Freiheit oder für ihren Feind. Alera ist nicht nur die Thronfolgerin des Königreichs – sie hat auch ihren eigenen Kopf, und ihre Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit finden am traditionellen Hof nicht immer Anklang. Das Land blickt dunklen Zeiten entgegen. Die lange währende Feindschaft mit dem Nachbarreich droht in einen Krieg zu münden. Und als eines Tages der junge Narian aus dem Feindesland an Aleras Hof auftaucht, ändert sich alles: Ist Narian ein Spion, ein Attentäter oder gar ein Freund? Alera erfährt mehr über das Volk, das sie für ihren erbitterten Gegner hielt. Sie erkennt, dass sie sich unsterblich in Narian verliebt hat – und dass ihre Liebe nicht nur ihr Leben, sondern das Schicksal des ganzen Königreichs aufs Spiel setzt.

Mhm. Alera fand ich schon damals irgendwie doof, als ich noch auf die blauäugigsten Kitschromane gestanden hab. (Irgendwie steh ich noch immer ein bisschen drauf.) Die Probleme fangen schon beim Untertitel an. Es gab mal eine Zeit, in der jedes Zweite Buch irgendwo „Geliebter Feind“ im Titel hatte. Gebt das mal bei Google ein. Einmal kurz runter gescrollt und ich hab 5 verschiedene Romane dazu entdeckt. Und die Geschichte ist genauso 0 8 15 wie der der Untertitel. Prinzessin verliebt sich in bösen Jungen und das Königreich steht Kopf…


Dead Beautiful: Deine Seele in mir

Nur einen Kuss – nichts wünscht sich die 16-jährige Renée sehnlicher von ihrem schönen, doch seltsam unnahbaren Mitschüler Dante. Noch nie zuvor hat sie zu einem Jungen eine solch starke Seelenverwandtschaft empfunden. Aber obwohl die Anziehung zwischen ihnen spürbar ist, verweigert ihr Dante diesen Kuss. Warum? Und was hat es mit den ganzen seltsamen Fächern wie Bestattungskunde und Gartenbau an ihrer neuen Schule auf sich? Renée ist fasziniert von den alten Riten an ihrem Internat und gleichzeitig verunsichert. Denn es kommt immer wieder zu mysteriösen Todesfällen unter den Schülern …

Unglaublich hübsche und geheimnisvolle Mitschüler… deren super krasse mysteriöse Geheimsprache Latein ist. Klingt schräg, ist es auch. Nachdem sich das Buch in diese leidige Edward-Richtung entwickelt hat ala „ich will dich, aber ich stoß dich immer wieder weg, weil ich nicht gut für dich bin“, habe ich mich gegen den zweiten Band der Reihe entschieden.


Evernight

An jedem Ort wäre Bianca lieber als an diesem: Das Evernight-Internat ist eine Eliteschule, und die anderen Schüler sind einfach zu perfekt – zu clever, zu schön, zu rücksichtslos. Bianca weiß, dass sie niemals dazugehören wird, und reißt aus. Doch sie soll nicht weit kommen. Noch auf dem Gelände der Schule läuft sie Lucas in die Arme. Der junge Mann ist ebenso ein Einzelgänger wie sie, und er ist anscheinend fest entschlossen, das auch zu bleiben. Bianca merkt sehr schnell, dass es eine besondere Verbindung zwischen ihr und Lucas gibt, eine Anziehungskraft, die jedes normale Maß übersteigt. Doch sie muss auch erkennen, dass Lucas von dunklen Geheimnissen umgeben ist. Von Geheimnissen, die alles in Frage stellen, woran Bianca jemals geglaubt hat …

Eine Liebesgeschichte zwischen Vampir und Vampirjäger (ich sag nur: geliebter Feind Prinzip) ist natürlich bei weitem nichts außergewöhnliches. Dass das Ganze in einem Internat spielt, macht es nicht weniger klischeehaft. Trotzdem habe ich diese Geschichte damals ganz gern gelesen, auch den zweiten Band. Aber einmal lesen und dann ins Regal stellen hat mir wohl auch gereicht. 😛


Erzählt doch mal von euren Büchern, die ihr vergessen habt oder gerne verdrängen würdet.

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6 Comments

  • Reply Silvia 28. Dezember 2017 at 16:20

    Wir gehen häufig durch das Regal und sortieren Bücher aus, die uns nichts mehr sagen. Die nehme ich dann in die Bücherei mit, dort gibt es einen Tisch, wo ausrangierte Bücher ausgelegt und mitgenommen werden können.
    Bei dir ist es schon witzig, dass die Bücher alle irgendwie ähnlich aussehen. Vielleicht solltest du Bücher mit einem solchen Cover meiden?
    Viele Grüße
    Silvia

    • Reply Sarah 11. Januar 2018 at 13:30

      Irgendwie kann ich auch schlechte Bücher nicht loslassen. Vielleicht irgendwann, wenn ich sie nicht mehr in meinem alten Kinderzimmer bei meinen Eltern lagern kann. Momentan liest sich auch meine kleine Schwester quer durch mein altes Bücherregal. Vielleicht gefällt ihr ja das ein oder andere ungeliebte Buch von mir.
      Tatsächlich schrecken mich solche Cover auch ganz schön ab. Aber in letzter Zeit sind ja auch wieder viele andere Motive beliebt und man hat in Buchläden nicht mehr das Gefühl vor einem Regal mit lauter Portraitfotos zu stehen. 😀

      Liebe Grüße,
      Sarah

  • Reply Corinna 28. Dezember 2017 at 18:05

    Ja, irgendwie waren sich die Cover-Designer zu der Zeit wohl sehr einig ;-). Wenn man die Bücher so untereinander sieht, sind sie ja kaum zu unterscheiden.
    Evernight von Claudia Gray habe ich auch gelesen, das fand ich damals ganz gut. Aber Zeiten kommen und gehen, wirklich beeindruckend war es wohl auch nicht.
    Viele Grüße, Corinna
    #litnetzwerk

    • Reply Sarah 11. Januar 2018 at 13:27

      Ich hatte Evernight auch sehr schnell durchgelesen damals und fand es nicht schrecklich, aber ziemlich austauschbar. Es war einfach kaum zu unterscheiden von etlichen anderen Geschichten, die zu der Zeit der Twilight Welle oder kurz danach veröffentlicht wurden. Und die deutschen Ausgaben von Twilight hatten ja auch diese schrecklichen Cover mit einem Gesicht oder Hals drauf abgebildet. ^^

      Liebe Grüße,
      Sarah

  • Reply Henrike 28. Dezember 2017 at 19:01

    Hey,
    bei Schattenschwingen ging es mir genau wie dir: Große Vorfreude, bittere Enttäuschung, keine Lust auf die Folgebände. Wenn ich mich richtig erinnere, sind die Bücher inzwischen auch nur noch antiquarisch erhältlich – scheinbar sahen das noch mehr Leute so wie wir. Und auch Evernight habe ich zwar gelesen, aber wirklich begeistern konnte mich die Reihe nicht.
    Ist dir übrigens aufgefallen, dass die Cover dieser fünf Bücher hier sich sehr ähneln? Ob das wohl ein Zufall ist …? 😉
    Ich erinnere mich auch an „Young Elites“ von Marie Lu, das ja noch gar nicht so alt ist. Ich hatte so große Hoffnungen und habe mich während des Lesens nur gefragt, ob derjenige, der den Klappen- und die Werbetexte geschrieben hat, überhaupt das Buch gelesen hatte. Band 2 und 3 können mir gestohlen bleiben!
    Liebe Grüße,
    Henrike

    • Reply Sarah 11. Januar 2018 at 13:17

      Hi,
      oh je, Young Elites hatte ich auch überlegt zu lesen. Aber vielleicht lasse ich lieber die Finger davon. ^^
      Das mit den Covern ist mir auch aufgefallen, ich find diesen Gesichts-Trend auch total schlimm. Es gibt so viele coolere und interessantere Motive. Wobei Evermore auch ganz hübsche Cover hatte und die Bücher fand ich auch ziemlich schlimm ab Band 2.

      Liebe Grüße,
      Sarah

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