Allgemein, Jugendbuch, Rezension, Romance, Young Adult, Young Adult

Reember the Fun

Zoey fährt mit ihrem Ex-Freund Finn und seiner neuen Freundin, die dummer Weise ihre beste Freundin ist, auf einen Roadtripp. Das klingt erstmal nach keiner allzu guten Idee und zwischen den Dreien herrscht eine merkliche Spannung. Zum Glück fahren aber auch noch Finns schweigsamer Cousin und seine umso lebhaftere Cousine mit und sorgen für jede Menge Ablenkung. 

Remember the Fun von Beck Nicholas ist beim Randomhouse Verlag erschienen.

Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe,  habe ich zugegeben keine sehr tiefgründige Geschichte erwartet. Die Grundgeschichte ist auch recht simpel gestaltet und ein klitzekleines bisschen klischeehaft. Leider führte dies und der Klappentext dazu, dass man die meiste Handlung des Buches schon ganz am Anfang vorausahnen konnte. Auch die immer wieder auftretenden Andeutungen, auf spätere Ereignisse in der Geschichte waren nicht wirklich diskret und haben haben mir leider sofort verraten, welche Twists mich in den nächsten Kapiteln erwarten werden. Das alles hat der Geschichte einiges der Spannung genommen und ich wollte den Protagonisten oft den Kopf waschen, weil sie das Offensichtliche partout nicht wahrnehmen wollten.

Ich hatte das Gefühl, das das Buch einfach eher flach ist, trotz der ganzen Schicksalsschläge, der Figuren, mit denen man als Leser etwas überschwemmt wird. Viele Aspekte werden nur angerissen, obwohl sie mehr Potential hätten. Gut gefallen hat mir allerdings die Message, die das Buch in Sachen Beziehungen vermittelt. Aber dazu möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten.

Trotzdem (und das fand ich wirklich überraschend), hat mich das Buch so sehr gefesselt, dass ich es an einem Stück durchgelesen habe. Der Schreibstil ist einfach und flüssig, die Geschichte plätschert angenehm dahin und das ganze Setting verbreitet einfach so ein wunderschönes Sommerurlaubsgefühl. Zumindest bis auf das Ende, das sich irgendwie viel zu plötzlich auftut. Ich hatte das Gefühl, dass mir die ganze Geschichte in den letzten Kapiteln um die Ohren fliegt.

Als eher leichte Sommerlektüre hat mir Remember the Fun aber durchaus gut gefallen, auch wenn die Geschichte vielleicht sogar besser ohne all die enormen Schicksalsschläge funktioniert hätte. Dadurch hätte die Autorin viel detaillierter auf die Beziehungen zwischen den Protagonisten eingehen können, die für mich auf jeden Fall das interessanteste und tiefstehendste an der Geschichte waren.

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