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LiteraturGelaber

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Der Young Adult-Baukasten

Man nehme eine Prise Teenagedrama, 5 Gramm Magie, 3 Tropfen unsterbliche Liebe und natürlich Chemikalie X. Daraus entstehen dann aber nicht die Powerpuff Girls, sondern ein ganz typischer Young Adult Roman. So wie wir ihn kennen und „lieben“. Tatsächlich ist mein Bücherregal voll von diesem Genre, lange Zeit habe ich nichts anderes gelesen (oder eher verschlungen). Ich stehe auch heute noch auf Fantasy-Kitsch-Romane, die dieses romantisches Bauchkribbeln auslösen. In letzter Zeit frustrieren mich Jugendbücher allerdings immer mehr. Das Genre liegt unglaublich im Trend und ich kann gar nicht alles lesen, was davon auf den Markt kommt. Will ich aber auch gar nicht. Continue Reading

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Bin ich ein rassistischer Leser?

Für jeden von uns sieht ein und derselbe Buchcharakter völlig unterschiedlich aus. Das ist das wunderbare am Lesen, das Meiste ist einfach unserer Fantasie überlassen. Aber ist euch schon mal ein Muster aufgefallen? Merkmale, die jeder Charakter von euch verpasst bekommt, sofern es nicht (oder auch obwohl) es im Buch explizit anders beschrieben ist? Ich behaupte, die Meisten von euch aus Deutschland oder auch Zentraleuropa, werden sich Buchcharaktere grundsätzlich als Menschen mit heller Haut vorstellen. Außer natürlich, das Buch spielt beispielsweise in Afrika, dann denken natürlich viele gleich an Menschen mit dunklerer Hautfarbe. Und ich möchte mich da jetzt keinesfalls ausschließen.

Auch bei mir kommt es regelmäßig vor, dass ich aus allen Wolken falle, wenn nach 2/3 des Buches der Charakter plötzlich als Person mit südländischer, afrikanischer, asiatischer, etc. Herkunft beschrieben wird, er in meinem Kopf bis dato aber ganz klar ein klischeehafter, blasser Mitteleuropäer war. Und das meine ich natürlich überhaupt nicht böse, eigentlich schäme ich mich sogar ein bisschen dafür. Sitzt da ein kleiner Literaturrassist in meinem Kopf?

Ich habe ein paar Freunde aus Deutschland befragt und ihnen geht es da kein bisschen anders. Puh. Also scheint das ganz normal zu sein. Einer meinte zu mir, dass es einfach Gewohnheit sei. Wir sind umgeben von fast ausschließlich weißen Menschen aufgewachsen, daher sind in unseren Köpfen auch grundsätzlich erstmal alle Buchcharaktere weiß. Ein Spiegel unseres Alltags. Daraufhin habe ich mir die Frage gestellt, wie das Menschen aus anderen Kulturkreisen sehen. Dazu habe ich ein paar meiner Freunde gefragt, die nicht aus Zentraleuropa kommen, sondern aus

  • Bangalore (Indien),
  • Kamerun (Zentralafrika) und
  • Zimbabwe (Südafrika).

Und die waren sich alle relativ einig: wie sie sich Buchcharaktere vorstellen hängt davon ab, wo dieses Buch spielt. Eigentlich ist es bei mir ja auch so. Einer von ihnen meinte, dass er die Kulturkreise(und das damit verbundene Aussehen) auch durch die Charakternamen und das Verhalten der Charaktere herausfindet, was ich sehr interessant fand. Mir könnte es da durchaus passieren, z.B. japanische und afrikanische Namen durcheinander zuwerfen. Hört sich komisch an, ist in manchen Fällen aber wirklich schwer auseinander zu halten. Besonders wenn man die namen nur geschrieben sieht und die Aussprache nicht kennt. Und nur Anhand der Taten eines Charakters auf dessen ethmischen Hintergrund zu schließen, ist auch nicht unbedingt leicht. Das habe ich in vielen Deutsch Klausuren erlebt.

Dass sie sich in einer reinen Fantasywelt, fernab denen uns bekannten Kontinenten und Kulturen, aber pauschal alle Charaktere vom aussehen her indisch, afrikanisch, asiatisch, europäisch oder wie auch immer vorstellen, hat keiner von ihnen behauptet. Was aber vielleicht auch daran liegt, dass sie keine Fantasyromane lesen.
Man kann aber natürlich auch in Fantasywelten von der Umgebung/dem Klima her auf das Äußere der Menschen schließen. Leute aus Gegenden, die unserem Norden ähneln, stellt man sich wahrscheinlich eher blass, blond und blauäugig vor. Charaktere aus subtropischen Gebieten gedenkt man meist dunkle Haare und gebräunte Haut zu.

Da das jetzt in absolut keinster Weise ein wissenschaftlicher Artikel war, kann ich auch nicht wirklich ein Fazit aus alldem ziehen. Allgemein fand ich diese Beobachtung aber total interessant! Vielleicht ist euch selbst ja auch schon etwas ähnliches aufgefallen? Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt!

Fantasy, HypeTrain, kreatives Schreiben, LiteraturGelaber

Plotten, Planen, Projektieren

Vor ein paar Tagen hab ich den wirklich unglaublich schönen Animationsfilm „Song of the Sea“ (bzw. im Deutschen „Die Melodie des Meeres“) gesehen und bin seitdem mal wieder in meinem kleinen skandinavischen Hypetrain gelandet. Ich liebe die nordische Mythologie und die Edda liegt noch immer auf meinem SuB. Außerdem finde ich das raue, kühle Klima, die salzige See und die skandinavische Atmosphäre toll… zumindest wie sie in Filmen und Büchern dargestellt wird. Ich selbst war noch nie dort. Ich hab mir aber ganz fest vorgenommen das mal nachzuholen! Und wenn jemand von euch tolle Filme oder Bücher kennt, die in Skandinavien spielen, bin ich für jeden Tipp dankbar. Continue Reading